Wahrheiten, Halbwahrheiten, Lügen. Erzählungen über Russlands Krieg in der Ukraine

Podiumsdiskussion vom Über die Gründe für Russlands Überfall auf die Ukraine wird gestritten, seit die Alarmsirenen am Morgen des 24. Februar 2022 in der Ukraine aufheulten. Genauso laut drängen sich im deutschsprachigen Raum selbsternannte Expert:innen in den Vordergrund, die vermeintlich eindeutige Erklärungen für den Krieg bereithalten und häufig russische Propaganda-Narrative reproduzieren. «Welterklärer» wie Daniele Ganser verwischen in ihren Deutungen die Grenze zwischen Opfern und Täter:innen und ignorieren etablierte wissenschaftliche Erkenntnisse. Ihre Botschaften werden von einer bedenklich grossen Zahl an Menschen geteilt. Warum sind ihre Erzählungen so attraktiv und was sagt das über unsere heutige Gesellschaft? Auf dem öffentlichen Podium diskutierten drei Mitglieder der Philosophisch- Historischen Fakultät der Universität Basel, die sich intensiv mit den Strukturen solcher Erzählungen und deren Publikum bzw. mit der Geschichte der Ukraine und Russlands beschäftigt haben, mit zwei Gästen: Christoph Keller (Reporter und Moderator) führt das Gespräch mit dem Osteuropa-Historiker F. Benjamin Schenk (Leiter Ukrainian Research in Switzerland), der Germanistin Nicola Gess («Halbwahrheiten»), dem Soziologen Oliver Nachtwey («Gekränkte Freiheit»), der Slavistin Sylvia Sasse von der Universität Zürch («Verkehrungen ins Gegenteil») und Sebastian Ramspeck, internationaler Korrespondent des SRF. Diese Veranstaltung wurde vom Profilbereich Osteuropa der Universität Basel in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Jüdische Studien Basel durchgeführt. Mehr Informationen (u.a. zu den Podiumsteilnehmer:innen) unter:
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